Geschichte der Pfarrei Michelsneukirchen

1125 In einer Urkunde des Klosters Oberaltaich finden sich in Besitzurkunden die Unterschriften mehrerer Zeugen, die überwiegend aus Ortschaften im Pfarrgebiet von Michelsneukirchen stammen, darunter auch Momannsfelden und Neukirchen. Diesem wohl erstmaligen Hinweis auf den Ort Neukirchen fehlt allerdings der Namensteil des Ortsheiligen, so dass auch einer der vielen weiteren Neukirchen-Orte der Region als Bezugsort in Frage kommt.

1231 ist im Ältesten Bayerischen Herzogsurbar neben Pfaffengeswant auch Niuwenkirchen als abgabepflichtiger Ort aufgezählt. Dies ist die erste gesicherte Nennung des Ortes Michelsneukirchen.

1236 erscheint Nevnchirchen, Decanatus Chamb im ersten Pfarreienverzeichnis des Bistums Regensburg.

1290 sind die Hohenfelser Domvögte von Regensburg und damit auch Herren von Falkenstein, zu dem wiederum Michelsneukirchen gehört. Bei einer Fehde Falkensteins gegen die Sattelbogener werden Kirche und Ort schwer beschädigt.

1350 folgt eine weitere Dombaurechnung, in der „Neukirchen Michael in decanatus Cham“ notiert ist.

1379 bestätigt Herzog Albrecht I. von Bayern und Pfalzgraf bey Rhein die Schenkung an die Kirche zu Michaels Neukirchen.

1438 wird Michelsneukirchen wieder in einem Register der Diözese genannt.

1530 zählt ein Bogener Wallfahrtsverzeichnis etwa 250 Pfarreien auf, die jährlich nach Bogen wallfahren, darunter auch Michelsneukirchen.

1558 erfolgt ein Neubau des Pfarrhofes in üblicher Holzbauweise, die Stallung entsteht aus Stein. Dieses steinerne Gebäude übersteht die Zeiten und muss erst 1989 einer Erweiterung des Friedhofs weichen.

1575 ist das Jahr der ersten noch erhaltenen Kirchenrechnung.

1580 wird zum ersten Mal das Seelhaus (Seelenkapelle) erwähnt

1616 Nach der Innen- und Außenrenovierung der Kirche in St. Quirin folgt

1617 die Renovierung des Schul- und Mesnerhauses neben dem Friedhof, dann

1620 die Renovierung der Kirche in Dörfling

1621 Als erstes Opfer des 30-jährigen Krieges wird am 15. September ein Bauernhof im bayerischen Michelsneukirchen vom Feind aus der Oberpfalz abgebrannt und das Dorf geplündert. Herzog Maximilian greift daraufhin die Oberpfalz an und erobert sie; sie verbleibt danach bei Bayern.

1633 Im November wird die Pfarrei von den Schweden eingenommen und furchtbar verwüstet. Die meisten Gehöfte werde abgebrannt. Auch die Pfarrkirche, der Pfarrhof und das Schulhaus fallen den Flammen zum Opfer.

1635 wird die ausgeplünderte Kirche St. Quirin wieder instandgesetzt und dient für längere Zeit als Ersatz für die Pfarrkirche.

1652 werden Altar und Kanzel für die Pfarrkirche neu beschafft. Dann erfolgt von

1653 bis 1655 der Wiederaufbau des Kirchturms mit Turmkreuz. Die wieder erbaute Seelenkapelle wird 1656 mit Schindel eingedeckt.

1707 bis 1711 wird die barocke Pfarrkirche errichtet.

1740 bis 1748 bringt der österreichische Erbfolgekrieg riesige Kriegsschäden.

1751 wird für 1.900 Gulden die alte Kirche in Dörfling durch Maurer- und Zimmerermeister Johann Kainz aus Viechtach abgebrochen und der Rohbau der neuen Barockkirche errichtet.

1782 und in den folgenden Jahren wird die Kirche in St. Quirin einer gründlichen Sanierung unterzogen.

1788 bis 1789 erfolgt die Erweiterung des Schulgebäudes, im Kern der Westteil des heutigen Mesnerhauses.

1832 wird das Schulhaus um zwei Schulsäle nach Osten erweitert; es wird heute als „Altes Mesnerhaus“ bezeichnet.

1837 wird der Kirchturm von Dörfling neu gedeckt, die Kirche außen verputzt.

1862 erhält die Kirche in Dörfling die ausgediente, renovierte Orgel aus der Pfarrkirche.

1868 werden zwei neu Schulsäle an das alte Schulhaus angebaut.

1875 wird der neue Altar für St. Quiri geliefert. Dabei werden wohl auch die neugotischen Kirchenbänke installiert.

1895 wird der neue Pfarrhof gebaut.

1904 erfolgt die Renovierung der Kirche von St. Quirin.

1905 folgt eine Renovierung der Kirche in Dörfling.

1906 werden die zwei Schulsäle um 3 Meter nach Süden verlängert.

1909 kommt es zur Errichtung des Inkurat-Benefiziums Dörfling.

1910 wird für Dörfling eine neue Orgel angefertigt.

1929 brennt das Anwesen Denk und der Turm der benachbarten Kirche in Dörfling ab. Der Dachstuhl erleidet schweren Schaden. Der Wiederaufbau erfolgt mit Hilfe einer bayerische Landessammlung.

1945 werden die Orte Ponholz, Mauth, Elend, Jammer und Noth aus der Gemeinde Schorndorf nach Michelsneukirchen umgemeindet, 1947 erfolgt die Umpfarrung.

1950 erhält die Dörflinger Kirche zwei neue Glocken, nachdem 1942 die alten Glocken im Krieg abgeliefert werden mussten.

1951 baut die Pfarrei ein neues Priesterwohnhaus oberhalb des Pfarrerweihers.

1952 errichtet die Gemeinde einen weiteren Anbau an das Schulhaus mit zwei Sälen.

1957 ist St. Quirin baufällig und muss umgehend renoviert werden.

1958 bis 1959 erfolgt eine gründliche Renovierung der Querkirche; der Dachstuhl mit Glockenturm wird völlig neu errichtet.

1962 Neubau des Schulhauses, sowie des Lehrerwohnhauses in Dörlfing.

1964 Renovierung der Kirche in Dörfling.

1966 errichtet die Gemeinde ein neues Schulgebäude.

1968 erfolgt der Umbau des Pfarrhofs.

1975 wird ein Pfarrkindergarten eröffnet.

1979 wird der Dorfbrunnen mit einer Bronze-Figur des Hl. Michael geschmückt.

1989 wird im Rahmen einer Friedhofserweiterung und der Übernahme des Friedhofs durch die Gemeinde der teilweise aus dem 16. Jahrhundert stammende alte Pfarrhof vollständig entfernt. Auf dem Gelände entsteht eine Aussegnungshalle.

1994 ist ein Anbau an das bestehende Schulgebäude notwendig.

1999 wird in Dörfling die Kirche außen einschließlich des Daches renoviert.

2000 und 2001 wird eine Innenrenovierung der Kirche in Dörfling durchgeführt.

2001 erfolgt der Abbruch des Priesterwohnhauses, dafür entsteht ein Parkplatz.

2002 Wiederbelebung des Quermarktes in St. Quirin. Die Dörflinger Kirche erhält eine neue Orgel.

2005 und 2006 Generalsanierung des Schulgebäudes.

2008 Innenrenovierung der Pfarrkirche. Schaffung eines behindertengerechten Zugangs zur Kirche durch Abriss des im Gemeindebesitz befindlichen alten Leichenhauses neben der Seelenkapelle.

2009 folgt der Abbruch des alten Lehrerwohnhauses neben dem Pfarrhof, an dessen Stelle entsteht ein Parkplatz.

2010 Sanierung und Erweiterung des Kindergartens durch die Gemeinde.

2011 Sanierung des Mauthäusels in St. Quirin.